Fake-News/Nachrichten: Was steckt dahinter?

Fake-News im InternetWas sind Fake-News? Haben sie Donald Trump zum Wahlsieg verholfen? Diese Fragen stellen sich spätestens seit dem US-Wahlkampf 2016 viele Menschen. Von den Medien wird der Begriff zudem als Synonym für eine ganze Reihe von Ereignissen genutzt. Dies schafft zusätzliche Verwirrung. Was hat es also damit auf sich? Wir erklären es im folgenden Artikel.

Eine Wortschöpfung: Fake-News

Im Englischen steht Fake für eine Fälschung oder eine Attrappe. Fake-News sind also bewusste Falschmeldungen. Der Begriff stammt aus dem englischsprachigen Raum. Im Deutschen ist Tatarenmeldung die korrekte Bezeichnung. Das englische Wort hat sich aber vor allem in den letzten Jahren zunehmend durchgesetzt.

Die Zeitungsente ist dagegen bereits seit längerem Bekannt. Sie differenziert allerdings nicht zwischen bewussten und irrtümlichen Falschmeldungen. Denn selbst den gründlichsten und erfahrensten Journalisten passieren Fehler. Vor allem unter dem zunehmenden Zeitdruck der heutigen Zeit. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Tatarenmeldungen bzw. Fake-News – denn es steckt keine bewusste, manipulative Absicht dahinter!

Wie entstehen Fake-News?

Nun mag man sich die Frage stellen, wie solche Falschmeldungen überhaupt entstehen. Sie lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Spaßmeldungen, die keinen tieferen Sinn und Zweck verfolgen. Teils handelt es sich sogar um Satire – also bewusste Übertreibung, ohne Anspruch auf seriöse Informationen. Meist verbreiten sie sich über mehrere Ecken, und werden unzureichend oder gar nicht überprüft. 

Darüber hinaus gibt es manipulative Falschmeldungen. Sie stammen von Personen oder Organisationen. Ihr Ziel: Die eigenen Meinungen oder Interessen durchsetzen. Ein Beispiel sind Schreckensmeldungen über Ausländer. Asylgegner setzen sie in die Welt, um die Bevölkerung gegen Einwanderer aufzuhetzen.

Neben Privatpersonen verbreiten auch Staaten, Politiker und Konzerne absichtlich Fake-News. Die Gründe sind verschieden: Reißerische Überschriften verführen viele Nutzer. Mit Werbung lässt sich so viel Geld verdienen. Zeitgleich ist der Aufwand mangels Recherche gering. Politiker und Konzerne geht es meist eher um die Beeinflussung der öffentlichen Meinung.

Informationsquelle Internet: Fluch und Segen zugleich

Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Internet. Die Masse und Vielfalt an Informationen hat viele Vorteile: Beispielsweise können Aussagen überprüft werden. Und es bietet Zugriff auf vom Mainstream abweichende Meinungen. Denn jeder kann Informationen ins Internet stellen.

Leider hat das nicht nur Vorteile: Manche Inhalte berichten einseitig oder schlicht falsch. Vor allem in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter scheinen dies viele Nutzer zu vergessen: Inhalte werden ohne Prüfung fleißig geliked und geteilt. Sie erreichen so in kurzer Zeit hunderttausende bis Millionen von Menschen.

Wie kann man sich vor Tatarenmeldungen schützen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Von Medienkompetenz bis hin zu Zensur. Insgesamt scheint Ersteres sinnvoller zu sein. Die Menschen müssen Nachrichten also kritisch gegenüberstehen. Dazu gehört, ihren Ursprung zu erfragen. Lässt er sich nicht feststellen? Spätestens dann ist Vorsicht geboten.

Grundsätzlich sollte man sich nie aus einer einzigen Quelle informieren. Selbst wenn sie einen seriösen Ruf genießt. Schließlich weiß keiner, ob das in der Zukunft auch so bleibt. Es ist daher unbedingt empfehlenswert, selbst über das jeweilige Thema zu recherchieren. Quellen mit fragwürdigem oder gar schlechtem Ruf sollten gemieden werden. Hierzu zählt beispielsweise die bekannte BILD-Zeitung.