Beispiele für Fake-News

Es gibt zahlreiche Beispiele für Fake-News. In jüngster Zeit haben viele ihr Potenzial entdeckt: Man kann in kurzer Zeit viele Menschen erreichen. Und durch die vielen Besucher auch eine menge Geld verdienen.

Flüchtlinge

Flüchtlinge sind ein sehr polarisierendes Thema. Es spaltet die Gesellschaft in zwei Seiten. Die strikten Gegner scheinen eine ganze Reihe von falschen Meldungen zu streuen. Das Ziel ist klar: Man möchte die Flüchtlinge in schlechtes Licht Rücken. Die Bevölkerung soll eine Gefahr in Ihnen sehen, und sie daher ablehnen. Durch die hohe Anzahl gibt es mittlerweile mit HOAXmap eine eigene Seite. Sie sammelt Skandalmeldungen über Flüchtlinge, die sich belegbar als falsch herausgestellt haben. Aktuell sind bereits rund 500 falsche News eingetragen.

Ein paar Beispiele:

  • Drei Mädchen behaupten, von 300 Asylsuchenden verfolgt worden zu sein
  • Flüchtlinge schlachten und essen Streichenzootiere
  • Zwei dunkelhäutige stechen zwei Jogger nieder
  • Sozialamt der Stadt Graz verteilt Freikarten für Bodellbesuche an Geflüchtete
  • Ein zum Islam konvertierter 47jähriger Tötet zwei Menschen bei einem Amoklauf, und ruft dabei Alluha-Akbar

Clickbait: Abgeänderte Facebook-Texte

Clickbait ist die englische Bezeichnung für Klickköder. Er besteht meist aus einer sehr reißerischen Überschrift: Was dieser Junge in seiner Tasche findet, ist unglaublich wäre ein solches Beispiel. Die Überschrift bietet nur sehr wenige Informationen. Sie soll den Leser neugierig machen, und ihn zum Klicken auf den Link bewegen. Das Ziel ist kommerzieller Natur: Durch Werbeeinblendungen kann der Betreiber hohe Summen verdienen.

Noch perfider wird es, wenn die Vorschau-Texte abgeändert werden. Dies ist vor allem auf Facebook anzutreffen. Dort kann der Anreißer von der Seite selbst definiert werden. Teils weicht dieser erheblich vom Inhalt der Nachricht ab. Das zeigt folgendes Beispiel:

Die Aufmachung täuscht etwas negatives vor. Vergewaltigung, Misshandlung, und ähnliches. Wie man es aus den Medien kennt. In Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes: Im Artikel geht es um die wachsende Namensvielfalt. Als Beispiele werden dazu noch Superman, Wikileaks und Waldmeister genannt. Mehr solcher Posts sind hier dokumentiert.

Das Perfide: Manche lesen den Inhalt gar nicht erst. Schon Foto und Überschrift reichen vielen, um den Post zu liken. Oder gar in den Kommentaren über die kriminellen Ausländer zu schimpfen. Schlimmer kann man Hetze und Desinformation wohl kaum betreiben. Gerade die Huffington Post scheint mit derart fragwürdigen Methoden sehr erfahren zu sein.