Fälschungen Erkennen

Es gibt perfide Wege, um gefälschte Nachrichten unters Volk zu bringen. Mit Medienkompetenz kann man aber viele davon erkennen. Dafür ist eine grundsätzlich misstrauische Einstellung nötig. Man sollte sich immer die Fragen stellen: Ist das authentisch und realistisch? Macht es Sinn?

Im folgenden ein paar Tipps, wie sich Zeitungsenten erkennen lassen:

News-Artikel komplett durchlesen

Dies ist vor allem in sozialen Netzwerken wichtig. Dort arbeiten manche mit Clickbait-Titeln, die sich vom eigentlichen Artikel unterscheiden. Daher niemals alleine wegen Titel oder Vorschaubild eine News kommentieren/teilen!

Quellen prüfen

Woher stammen die Informationen? Welche anderen Inhalte werden auf ihr publiziert? Handelt es sich um eine Satire-Seite? Wer hat den Artikel verfasst? In welcher Relation steht diese Person zum Thema? Auch ein Blick ins Impressum lohnt sich. So kann z.B. auf die Qualität und Sorgfalt geschlossen werden. Sollte die Quelle nicht vertrauenerweckend sein, ist Skepsis angesagt. Genau wie wenn sich der Autor/Verantwortliche nicht ermitteln lässt.

Recherchieren

Es gilt als Best Practice, sich nicht einseitig aus einer Quelle zu informieren. Haben noch andere Medien über das Thema berichtet? Wie sehen deren Artikel aus? Möglicherweise sind sie sachlicher geschrieben, liefern zusätzliche Infos. Oder es fehlen Teile. Beides kann ein Anhaltspunkt sein, zumindest die erste Quelle in Frage zu stellen. Auch das Suchen nach Titel, betroffenen Personen oder Teilen des Inhalts zusammen mit dem Wort Fake kann hilfreich sein. Möglicherweise wurde die Nachricht von anderen schon als Fälschung identifiziert.

Kopf einschalten

Trotz allem gilt: Man sollte immer mitdenken und hinterfragen. Nur weil weile Nachricht auf großen Portalen ebenfalls zu finden ist, muss sie nicht stimmen. Auch bei größeren Zeitungen ist das Abschreiben mittlerweile nicht unüblich. Genau wie unzureichende Quellenüberprüfungen. Es herrscht Zeitdruck, die Nachricht als erster zu bringen. Man sollte sich daher nicht zu sehr auf die journalistische Arbeit der anderen verlassen.

Im Zweifel: Finger weg!

Ist die Nachricht zweifelhaft, sollte sie nicht geteilt werden. In diesem Falle lieber abwarten. Sollten in den nächsten Stunden oder Tagen sichere Quellen dazu kommen, kann man das immer noch nachholen. Damit verhindert man selbst aktiv die Weiterverbreitung von gefakten Nachrichten. So sinkt auch die Motivation, bewusst falsche Infos zu verbreiten.

Außerdem ist man damit auch rechtlich auf der sicheren Seite: Laut IT-Anwalt Christian Solmecke wäre es durchaus denkbar, für das verbreiten von Fake-News belangt zu werden. Zwar sind derzeit noch keine Fälle bekannt. Allerdings hat das Thema seit dem US-Wahlkampf auch von der Politik Aufmerksamkeit bekommen. Eine schärfere Verfolgung von solchen Fakes ist daher durchaus zu erwarten.